Jahrestagung 2017

32. Jahrestagung Eigensprache und Musik

25.-27. Mai 2017


Zu folgenden Themen und Methoden gibt es Vorträge und Workshops:

Donnerstag, 25. Mai 2017


Vorträge

10:00 - 10:15  Begrüßung und Einführung / Dr. med. Daniel Bindernagel, 1. Vorsitzender der GIG

10:15 - 11:00  Idiolektik und MusikerInnen / Dr. med. Hans Hermann Ehrat, Arzt und Psychotherapeut,
                       Dr. phil. Magdalena Bork, Musikerin und Sozialforscherin
11:00 - 11:30  Pause 

11:30 - 12:15  Kommunikative Musikalität – Erkenntnisse aus der frühen Eltern-Kind-Interaktion / Dr. med.
                       Daniel Bindernagel, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeut
Mittagspause
12:15 - 14:00
Workshops
14:00 - 17:30
 
A: Einführung in die Idiolektik (Monika Nonella)

Inhalt Workshop A:

Wir versuchen in diesem Workshop  uns mit  der " Idiolektischen Fragestellung" vertraut zu  machen: Wir üben dem Gegenüber genau zuzuhören und Schlüsselwörter zu erkennen. Wir lernen einfache, kurze, offene und konkrete Fragen zu stellen. Wir erfahren, wie wohltuend und bereichernd es für uns selber ist ein idiolektisches  Gespräch zu erhalten.

B: Herzmelodie - was bringt Dein Herz zum Klingen? (Barbara Konder,Marianne Kleiner)
C: Bühnenängste - eine hohe Begabung (Hans Hermann Ehrat)

Inhalt Workshop C:

Im Workshop wird einerseits geklärt, welche neurophysiologische Reminiszenz Bühnen - und Vortragsängste hat und andrerseits besteht die Möglichkeit, sich diesem häufigen und belastenden  „Beschwerdebild“ mittels idiolektischen Interviews anzunähern.
Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit  unter der Anleitung selber die idiolektische Gesprächsführungsform auszuprobieren.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
D: Melodie, Energie und Schwung in Beratung und Therapie (Peter Winkler,Tilman Rentel)
Inhalt Workshop D:

Auch in Beratungsalltag kehrt zuweilen Routine ein, sowohl Berater/in als auch Klient/in schwingen sich
auf einander ein, was Vertrauen schafft, aber auch Gewohnheit.
Der Workshop soll anregen, in Sprachmelodie, Thema und Tempo konsequent am / an der Gesprächspartner/in dran zu bleiben und gerade deshalb und dennoch „Leben in die Bude" zu bringen mittels sorgfältiger,  passgenauer, unerwarteter und kreativer Elemente. Es können Themen z.B. mit klanglichen Mitteln ausgedrückt und mit ihnen gespielt werden.
 
Das Mitbringen der eigenen Person und die Lust am Spielen ist für das Arbeiten am Beispiel unerlässlich!
E: Idiolektik - Sprache, die klingt und bewegt (Hedi Mikek,Magdalena Bork)

Inhalt Workshop E:

"Meine Schultern schmelzen wie Vanilleeis....Meine Arme schwingen leicht wie Federn..... Mein Atem fließt, wie eine sanfte Welle am Meer...". Ausgehend von einfachen Bewegungen, die wir mit Bildern aus unserer sinnlichen Erlebniswelt unterstützen, erleben wir den Einfluß der Sprache auf unsere Bewegungsqualität. Wir erforschen, wie  Dynamik, Rhythmus und Klang der Sprache uns helfen können mit unserem Körper in Resonanz zu sein, und damit die Selbstheilkräfte und innere Weisheit zu aktivieren. Der individuellen Bedeutung aus diesen Impulsen gehen wir in idiolektischen Gesprächen nach.  

F: Resonanz und idiolektischen Gespräche (Andreas Cincera)


Mitgliederversammlung
18:30 - 20:30 Ort: Gaststätte "Luisengarten", Martin-Luther-Str. 1, Würzburg

 
 
 

Freitag, 26. Mai 2017

Vorträge
 
09:00 - 09:15  Einführung und Hinweise zum Tag / Horst Poimann
09:15 - 09:50  Der musizierende Mensch: Wie Musik über Ohr, Körper und Hirn innere Räume     
                       erschließt / Mechthilde Schmal-Purkart, Andreas Cincera
09:50 - 10:10  Pause
10:10 - 10:45  Melodie der Sprache - Idiolektik  zwischen Blues und Biophonetik /
                       Dipl. Psych. Peter Winkler
10:45 - 11:15  Pause
11:15 - 12:00  Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Intervention als besondere Form des
                       Dialogs im öffentlichen, privaten und institutionellen Raum / Maurice de Martin
 
Mittagspause
12:00 - 14:00 Uhr
 
Workshops
14:00 - 17:30 Uhr
 
G: Einführung in die Idiolektik (Eckard Krüger)
H: Musik in der Pflege (Christa Olbrich)

Inhalt Workshop H:

Musik berührt und sie erreicht den Menschen oft auf einer anderen Ebene. Ähnlich wie in der Idiolektik kann sie ein Zugang zur inneren Welt eines Menschen sein. Besonders bei dementen Menschen ermöglicht sie eine Art der Kommunikation, die nicht mehr das Kognitive anspricht, sondern Empfindungen, Erinnerungen oder Wohlbefinden hervorruft. Pflegende wissen das. In diesem Workshop wollen wir Erfahrungen dazu austauschen, verbunden mit praktischen idiolektischen Gesprächen dieses Thema vertiefen und neue Erkenntnisse gewinnen.
I: Oper, Singspiel und Rockkonzert! Musik und Performanz als Grundlage für nette
   Unterhaltungen in der Pause (Horst Poimann)

J: Musik der Sprache - paraverbale Aspekte der idiolektischen Gesprächsführung
    (Daniel Bindernagel)

Inhalt Workshop J:

Wenn wir der Sprache lauschen wie Musik, dann fällt es leichter, klangliche, d.h. „paraverbale“ Aspekte von Sprache und damit auch Schlüsselwörter besser zu hören. Wir fragen nach, wo etwas bei uns Zuhörende in Resonanz kommt. So entstehen paralogische Gespräche, die es dem Gesprächspartner ermöglichen, innere Landschaften zu erkunden.
In diesem Seminar werden das Wahrnehmen und der Umgang mit paraverbalen Aspekten von Eigensprache an Hand von konkreten Beispielen demonstriert und geübt.

K: Bewegungsklangspiel - Spielbewegungsklang...auch für Riesen mit nur einem Schuh
    (Ivonne Krüger, Anne Donkel,Franz-Jochen Pelzer)

Inhalt Workshop K:

Spiel, Bewegung, Sprache und Klang ziehen sich durch unser ganzes Leben. Mit Bewegungsklangspielen und Spielbewegungsklängen bereiten wir den Boden für bewegliche, spielerische Gespräche, in denen unser eigenes Inneres zum Klingen kommen kann.
L: Mut zur Lücke: von Gesprächspausen und anderen Lücken, die es in sich haben
    (Mechthilde Schmal-Purkart, Vera Dreyer)

Inhalt Workshop L:

Bitte klicken Sie auf das PDF um mehr Informationen zum Seminar zu erhalten
 

Dozententreffen:  17:45 - 18:45 Uhr
Vorstandssitzung: 19:00 - 20:30 Uhr
 
 

Samstag, 27. Mai 2017


Vorträge
09:00 - 09:15 Einführung und Hinweise zum Tag / Marianne Kleiner
09:15 - 10:00 Idiolektik und Klang - schläft ein Lied in Allen / Petra  Speth,Eva Wolf
10:00 - 10:45 Pause
10:45 - 11:30 Resonanz als Kraftquelle: Die Dynamik der menschlichen Begegnung / Irmtrud
                      Tarr, Melanie von Arx
11:30 - 12:15 Abschlussplenum mit Tanz / Tilman Rentel
 
Mittagspause
12:15 - 14:00 Uhr
 
 
Workshops
14:00 - 17:30 Uhr
M: Idiolektik und Klang - schläft ein Lied in Allen (Petra Speth,Eva Wolf)

Inhalt Workshop M:

Idiolektik und Klang – schläft ein Lied in Allen

ResonanzRäume öffnen. Die Verbindung Idiolektik und Klang spielerisch erfahren. Singend, tönend und sprechend erkunden wir das innere Lied – das innere Lied, das in "Allen" liegt. Wir üben die idiolektische Methode und versuchen, persönliche Klangerfahrungen in Wort und Bild anzureichern.

N: Der Ton macht die Musik - Verbalstrategien in der Idiolektik (Andeas Speth)

Inhalt Workshop N:

Der Ton macht die Musik- Verbalstrategien in der Idiolektik

In diesem Workshop entwickeln wir eigensprachliche, stimmige Antworten für bisher schwierige Gesprächssituationen. Sei es, dass wir sprachlos waren oder  sogar tief verletzt.  Neben der Vermittlung der Grundzüge der Verbalstrategien in der Idiolektik bleibt genügt Raum dies praktisch einzuüben. (Buchtipp: Daniel Bindernagel (Hrsg.) Die Eigensprache der Kinder, Kapitel 5: Die Eigensprache der Jugendlichen; Verbalstrategien unter Berücksichtigung der Eigensprache, Seite 190 bis 209)
O: Bluesgespräche (Maurice de Martin,Peter Wikler)

Inhalt Workshop O:

In diesem Workshop werden anhand eines ungewöhnlichen Experiments aus dem Bereich der improvisierten Musik die Möglichkeiten einer künstlerisch motivierten Dialoggestaltung nachgespürt. Ein sogenanntes „Bluesgespräch“ wird dabei eine besonders humorvolle Rolle spielen und in idiolektischen „Inseln“ dem Erlebten nachgehen.
Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, Instrumente mitzubringen, auch wenn sie diese nicht beherrschen.
P: Musik der Sprache: Paraverbale Aspekte in der idiolektischen Gesprächsführung
    (Daniel Bindernagel)

Inhalt Workshop P:

Wenn wir der Sprache lauschen wie Musik, dann fällt es leichter, klangliche, d.h. „paraverbale“ Aspekte von Sprache und damit auch Schlüsselwörter besser zu hören. Wir fragen nach, wo etwas bei uns Zuhörende in Resonanz kommt. So entstehen paralogische Gespräche, die es dem Gesprächspartner ermöglichen, innere Landschaften zu erkunden.
In diesem Seminar werden das Wahrnehmen und der Umgang mit paraverbalen Aspekten von Eigensprache an Hand von konkreten Beispielen demonstriert und geübt.

R: Stimme - Ausdruck von Stimmung: Teil des Idiolekts (Dr. Johannes Gächter)

Inhalt Workshop R:

Die Stimme ist evolutionär nur beim Menschen in eine Lautsprache integriert. Die Nuancen unter anderem und vor allem der Stimme trägt in der Kommunikation viel Information zum Zuhörer, obwohl nicht worthaft ausgesprochen. In diesem Workshop soll nach einer kurzen medizinischen Einführung über die Vermittlung des stimmlichen Ausdrucks die Idiolektik neben Schlüsselwörtern auch mit Schlüsselsignalen dem Zuhörer und Übenden im Verständnis des Gehörten helfen; je besser dies gelingt, desto mehr Freude macht es meist den Zuhörenden wie auch den Sprechenden.
S: Zeit für idiolektische Einzelgespräche (Eckard Krüger)

Hier finden Sie den Flyer der Jahrestagung:

      Flyer                                  Anmeldekarte